Willkommen

Herzlich willkommen in unserer Gemeinde St. Marien (Liebfrauen)!

Sie befinden sich mitten in einer offenen, lebendigen und vielfältig bunten Kirchengemeinde im Szenebezirk Kreuzbergs. Es gibt bei uns (fast) nichts, was es nicht gibt…. Jede und jeder ist willkommen.

Zur Gemeinde gehören die Kirchen St. Marien (Liebfrauen) in der Wrangelstraße (U1, Schlesisches Tor) und St. Michael in der Waldemarstraße (U8, Moritzplatz), die auch Jugendkirche des Erzbistums Berlins ist.

Das Pfarrgebiet reicht im Norden bis an die Spree, im Süden an den Landwehrkanal, im Westen an die Prinzenstraße und im Osten zum Dammweg in Treptow. Wenn Sie es genauer wissen wollen, gehen Sie bitte auf die Seite des Erzbistums Berlins zur Pfarreisuche oder nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Pfarrer Michael Wiesböck ist in den seelsorglichen oder pastoralen Fragen für Sie da. Weitere Ansprechpartner/-innen finden Sie, wenn Sie auf das Wort klicken. Außerdem gibt es Zellen von Ordens-und Geistlichen Gemeinschaften und andere Orte lebendigen Glaubens, die hier selbstverständlich mitwirken. Auch eine katholische Kindertagesstätte gehört dazu.

Unsere Gemeinde ist besonders geprägt vom sozialen Brennpunkt. So gehört das Leben mit den Armen dazu, das sich u. a. in Projekten, wie die Suppenküche, das Mittwochskaffee, im Winter die Notübernachtung ausdrückt.

Haben Sie Fragen zu Taufe, Erstkommunion, Firmung, Hochzeit, Krankensalbung und anderen Amtshandlungen klicken Sie auf das Wort oder blättern Sie auf die Rubrik Aktuelles-Sakramente.

Was sie sonst noch bewegt…
…und uns als Kirchengemeinde betrifft, können wir nur ahnen. Scheuen sie sich nicht, uns zu fragen. Wir leben hier nicht in einem Dorf, wo man sich irgendwann mal über den Weg läuft und beiläufig Dinge klären oder ansprechen kann. Lassen sie sich nicht entmutigen, wenn mal nicht gleich jemand zu erreichen ist. Wir haben auf jeden Fall den besten Willen ihre Nöte und Belange aufzunehmen und zu helfen, wo das möglich ist!

Unser Leitbild

Wir wollen eine Gemeinde sein, die offen für die Vielfalt der Lebensrealitäten ist

 „Die Gemeinde heißt alle willkommen, die mit ihr die befreiende, großzügige und liebende Botschaft aus dem Geist Jesu (vor aller Leistung und trotz aller Schuld) in die Tat umsetzen wollen. Dies setzt eine große Offenheit und Toleranz voraus. Diese Offenheit und Toleranz schließt Menschen mit ein, die auf ihrem Glaubensweg manche Zweifel haben und diese auch äußern dürfen und Menschen, die in Konflikt mit den kirchlichen Normen gekommen sind“

(Pastoraler Leitsatz 4.2.1.3. aus dem Diözesanen Pastoralforum 2002)

In unserer Gemeinde soll Platz sein für die Vielfalt der Lebensrealitäten. Uns ist es wichtig, einladend zu sein für Menschen, die sich mit Fragen nach gelebtem Glauben auseinander setzen. Dabei heißen wir auch Menschen willkommen, die nur kurz verweilen.

Deshalb heißt es im Leitbild unserer Kindertagesstätte: „Wenn bei dir ein Fremder in eurem Land lebt, sollt ihr ihn nicht unterdrücken. Der Fremde, der sich bei euch aufhält, soll euch wie ein Einheimischer gelten und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid selbst Fremde in Ägypten gewesen. Ich bin der Herr, euer Gott.“ (Leviticus 19, 33 – 34)

Das Evangelium leben bedeutet für uns, gerade auch denen Gemeinschaft und Geborgenheit anzubieten, die anderswo ausgegrenzt werden. Das gilt auch im Umgang mit denen, die sich an den Normen und Strukturen unserer eigenen Kirche reiben, oder mit ihnen in Konflikt geraten sind. Wir orientieren uns dabei an Jesus Christus, der gerade in treuer Hinordnung zu Gott sich immer wieder in Spannung zwischen Gott gewolltem und weltlichem Gesetz bewegte. Uns helfen dabei auch die Erfahrungen anderer Gemeinden, mit denen wir ökumenisch zusammen arbeiten.

Wir wollen durchlässig sein für Themen, die die Menschen um uns herum bewegen und verstehen uns selbst als Teil der Gesellschaft. Das heißt auch, Veränderungen der sozialen Beziehungen wahrzunehmen, in denen Menschen heute leben, die Zeichen der Zeit zu erkennen und sich darauf einzustellen. Gegenseitige Wertschätzung ist uns wichtig. Den Austausch und die gemeinsame Arbeit mit Nichtchristen erleben wir als bereichernd und als eine echte Hilfe.

Unsere Gemeinde lebt aus dem Modell der Basisgemeinde, das sich am Priestertum aller Getauften orientiert

Bei der Chrisamsalbung in der Tauf-Liturgie werden wir durch den Heiligen Geist zum Priester, König und Propheten gesalbt. Das ist Berufung und zugleich Auftrag für alle Getauften.

Die Zusammenarbeit von Klerus und Laien findet auf Augenhöhe statt, das Gemeindeleben betreffende Entscheidungen werden in den Gemeindegremien gemeinsam getroffen. Laien nehmen in den verschiedenen Formen des Gottesdienstes, der Verkündigung, der Sorge für den Nächsten und in der Organisation des Gemeindelebens Leitungsfunktionen wahr.

Der Pfarrer ist vom Bischof mit der Leitung, Heiligung und Verkündigung beauftragt. Gemeinsam mit ihm tragen die Laien Verantwortung, wie Leben, Kreuz und Auferstehung Jesu im Gemeindeleben und in der Liturgie vergegenwärtigt und gefeiert wird. Dies drückt sich z.B. in der musikalischen Gestaltung aus, der besonderen Art und Weise des Kommunionempfangs unter beiden Gestalten sowie in der Möglichkeit des persönlichen und freien Fürbittgebets, das die gemeinsame Hirtensorge zum Ausdruck bringt.

Einem starken Laienengagement verdankt die Gemeinde an ihren beiden Standorten das Entstehen vieler Orte lebendigen Glaubens, wie die Kinderkirche, das regelmäßige Predigtnachgespräch, die Gebetskreise, die Wort-Gottes-Feiern der tamilischen Gemeinde, die Notübernachtung, das Sommernachtscafé für Obdachlose, das Mittwochscafé für Bedürftige. Die Missionaries of Charity und die Franziskanerinnen von Sießen sind ebenso Teil des Gemeindelebens wie weitere Gruppen mit ihrer je eigenen spirituellen Prägung wie Sant’ Egidio und Brot des Lebens.

„Der Weg zu Gott kann nie am Menschen vorbei führen.“(wird dem Hl. Franziskus zugesprochen)

Die Grundvollzüge christlichen Lebens – Gottesdienst (Liturgia), Verkündigung (Martyria), Dienst am Nächsten (Diakonia/Caritas), Gemeinschaft (Koinonia) – werden in unserer Gemeinde als gleichwertige Orte der Gottesbegegnung geschätzt.

Die Feier der Eucharistie ist für uns als Gottes Dienst an uns eine unverzichtbare Kraftquelle und bündelt alles, was wir in unserem Alltag erfahren. Auch andere Formen der Liturgie, wie Anbetung, Wort-Gottes-Feiern, Exerzitien im Alltag ermöglichen uns einen je eigenen Zugang zu Gottesbegegnung oder -erfahrung.

Die Liturgie steht in unserer Gemeinde immer im Zusammenhang mit dem Dienst am Menschen, nie isoliert. Gottesbegegnung findet in der Begegnung mit Menschen statt, insbesondere im Leben mit den Armen, mit denen, die am Rand der Gesellschaft stehen.

Beides ist uns gleich wichtig, eins ohne das andere unvollständig. Weil wir glauben, dass uns in den Bedürftigen Christus selbst begegnet, verstehen wir Wohnungslose und andere Menschen, die bei uns das Gespräch, ein warmes Bett, Essen oder einen Ruheplatz suchen, als Teil der Gemeinde.  Wohnungslose sind in unseren Gottesdiensten willkommen.

Das Hingehen zu den Menschen, das Zuhören kann Gottesdienst, Verkündigung und Dienst in einem sein. In unserer Gemeinde sind vor vielen Jahren die Exerzitien auf der Straße entstanden, in denen genau diese enge Verbindung erfahrbar wird.

Beschluss des Pfarrgemeinderats am 11. Dezember 2012

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.