Sakramente

Taufe

Sobald sie beginnen eine Taufe zu planen sollten sie etwa vier bis sechs Wochen vorher Kontakt mit dem Pfarrer aufnehmen.

Momentan bereiten sich die Familien individuell mit dem Taufenden auf die Taufe vor. Ideal wäre es, wenn sich mehrere Familien zusammen auf das Sakrament vorbereiten würden. Glauben ist keine Privatsache sondern immer eine Sache der Gemeinschaft.

Wenn sie ihr Kind als Säugling oder Kleinkind taufen lassen wollen, muß ein Elternteil auch katholisch sein, der andere muss der Taufe wenigstens zustimmen. Sie brauchen mindestens einen katholischen Taufpaten. Im Taufgespräch wird dann der Glaubensinhalt der Taufe besprochen und die Gestaltung der Tauffeier, für die dann ein Termin vereinbart wird. Wir schlagen vor, für einen Tauftermin einen Gemeindegottesdienst am Sonntag zu wählen, indem das Zeichen, dass jeder Täufling Teil der großen Gemeinde wird, am Deutlichsten zum Ausdruck kommt.

Erwachsene, die getauft werden wollen, bereiten sich durch einen Glaubensunterricht, der meistens in speziellen Kursangeboten des Bistums stattfindet und ein aktives Mitleben in der Gemeinde vor. Dieses Katechumenat, dauert in der Regel ein Jahr. Bei Schulkindern muss individuell geschaut werden, was passt.

Erstkommunion

Die Einbindung der Eltern in die Erstkommunionvorbereitung ist uns sehr wichtig, denn
die eigenen Eltern sind die ersten Glaubenszeugen für die Kinder. Ein Gemeindeteam sorgt für die Treffen und unterstützt den Prozess.
Die Vorbereitung, die in unserer Gemeinde i.d.R. Ende Oktober, Anfang November beginnt, geht an sog. “Weggottesdiensten” entlang, die bei jedem Treffen ein Element des Gottesdienstes besonders in den Blick nehmen. Dafür trifft sich die Kindergruppe alle 14 Tage samstags. Eltern wird die Möglichkeit gegeben, bei den Treffen dabei zu sein.  In der Zeit bis Weihnachten werden die “leeren” Samstage zur Sternsingervorbereitung genutzt.  Zu diesen Treffen können noch weitere Kinder kommen. Während der gesamten Vorbereitung finden außerdem 4 Familiensonntage statt. Diese beginnen mit dem gemeinsamen Gottesdienstbesuch, es gibt ein gemeinsames Essen, zu dem alle etwas mitbringen und dann arbeiten die Kinder und die Eltern in verschiedenen Gruppen zu einem Thema. In den Winterferien fahren die Kinder in ein Haus außerhalb Berlins. Die Fahrt ist wesentlicher Bestandteil der Erstkommunionvorbereitung.

Allgemein: Die Kinder sollten zur Anmeldung mind. 8. Jahre alt sein. Bitte bringen Sie eine Kopie des Taufscheins mit. Es ist kein Problem, wenn Ihr Kind nicht getauft ist. Dann werden sie während der Erstkommunionvorbereitung getauft.

Der Kurs beginnt i.d.R. im November.

Die Einladungen gehen Ende der Sommerferien an den entsprechenden Jahrgang raus. Selbstverständlich können auch ältere Kinder mitmachen und solche, die nicht auf dem Pfarrgebiet wohnen.

Anmeldung:

Der Erstkommunionkurs läuft.

Erstkommunion am Sonntag, 7.05.2017 anders als in den vergangenen Jahren um 11:00 Uhr in St. Michael, der Dankgottesdienst der Erstkommunionfamilien findet dann in St. Marien Liebfrauen am 14.05.2017 um 9:30 Uhr statt.

Kontakt: Pfarrer Michael Wiesböck 030/ 611 293-30

Firmung

Die Firmvorbereitung findet für Kreuzberg gemeinsam mit der Gemeinde St. Bonifatius statt.

Der nächsten Firmkurs ist wieder ein Pilgerweg. Diesmal von Neumarkt i.d.O. nach Altötting vom 24.07. bis 2.08.2017. Anmeldeschluss bis 30.04.2017. Das verbindliche Vorbereitungstreffen findet am Sonntag, dem 25.06.2017 ab 10:30 Uhr statt.

Firmung ist am Sonntag, dem 17.09.2017 um 10:30 Uhr in St. Bonifatius.

Bei der Firmung sollten die Bewerber und Bewerberinnen mindestens 16 Jahre alt sein.

Weitere Infos auf den Flyern und bei Pfarrer Michael Wiesböck (St. Marien Liebfrauen) und Pfarrer Oliver Cornelius (St. Bonifatius)

Download PDF:  2017Firmkurs_vor     2017Firmkurs_rück

Ehe

Wenn sie sich kirchlich trauen lassen wollen, sind wir für sie zuständig, insofern einer der Brautleute im Gemeindegebiet einen Wohnsitz hat. Einer von beiden muss katholisch sein. Sie sollten sich etwa drei Monate vor der Hochzeit anmelden. Die Vorbereitung erfolgt dann mit Pfarrer Michael Wiesböck in einem Traugespräch und in einem Ehevorbereitungsseminar. Sie müssen ein Taufzeugnis von ihrem Taufpfarramt anfordern und mitbringen. Die Kirche, wo die Trauung stattfindet, können sie auswählen und die Modalitäten mit den dort Zuständigen absprechen. Sie können dann auch entscheiden, welcher Geistliche die Trauung vornimmt. Alle weiteren Einzelheiten werden dann individuell besprochen.

Sakrament der Versöhnung

Das Angebot zur Beichte oder zum Beichtgespräch besteht vor dem Gottesdienst am Mittwoch i. d. R. von 18.00 bis 18.15 Uhr und nach Vereinbarung.

Krankensalbung

Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben.“ (Jakobus 5, 14-15)

Jede/r Getaufte darf um die Krankensalbung bitten, wenn sie/er schwer oder sogar unheilbar an Leib und Seele erkrankt ist, das gilt auch für psychischen Krankheiten, vor riskanten Operationen und in der Sterbestunde.

Die Krankensalbung gehört in der katholischen Kirche zu den Sakramenten.

Leider wird dieses Sakrament bis in die heutige Zeit mit dem Begriff der „letzten Ölung” verbunden. Wie oft erleben wir das heute noch, dass ein Priester erst dann für die Krankensalbung gerufen wird, wenn die betroffene Person im Sterben liegt. Tritt der Priester ans Krankenbett, ist meist die Verständigung sehr eingeschränkt oder gar unmöglich. Beichte und Krankenkommunion fallen ganz weg. Dem Priester bleibt dann nur noch die Salbung, die bei den Anwesenden dann als letzte Ölung hängen bleibt. Manchmal kommt es noch vor, dass der Priester sogar zu nächtlicher Stunde gerufen wird, obwohl die betroffene Person bereits tot ist.

Das müsste so nicht sein und wird diesem besonderen Zeichen der Nähe Gottes nicht gerecht. Die Krankensalbung mit speziellem Öl, die verbunden ist mit der Handauflegung, dem Sakrament der Versöhnung (Beichte) und Kommunionspendung soll der/dem Erkrankten oder Sterbenden zur Stärkung und Wegzehrung in diesen schweren Stunden dienen.

Sie selbst, Angehörige oder betreuende Personen mögen sich rechtzeitig darum bemühen, damit sich der betroffene Mensch vorbereiten kann und „etwas davon hat”. Das kann im Rahmen einer kleinen Feier noch zu Hause / in der Gemeinde oder im Krankenhaus sein oder im engsten Kreis. Im Klinikbereich organisieren das gern die Klinikseelsorger/-innen für Sie.

Auch, wenn Sie solche Äußerungen hören: „Steht es schon so schlimm mit mir?“ oder „Ach, so schlimm isses noch nicht…“, helfen Sie bitte mit zu werben um dieses eigentlich schöne und Mut machende Zeichen der Nähe Gottes. Manche berichten von einer deutlichen Stärkung, die sie in den schweren Stunden gespürt haben oder machen gar die Krankensalbung für einen positiven Heilungsprozess verantwortlich.

Die Krankensalbung ist übrigens eines der wenigen Sakramente, die man auch mehrmals empfangen kann.

Warten Sie nicht damit, bis es zu spät ist.

Elisabeth Mitter, katholische Klinik-Seelsorgerin

Sonstiges im Zusammenhang

Kircheneintritt
Wer in einer christlichen Kirche getauft ist und nach Kirchenaustritt wieder eintreten oder katholisch werden will, soll die Bereitschaft mitbringen, aktiv und bewusst als katholischer Christ zu leben und sich in der Gemeinde beheimaten. Im Gespräch mit einem Seelsorger wird dieser Schritt vorbereitet und geschieht durch das öffentliche Glaubensbekenntnis vor der Gemeinde in Rahmen eines Gottesdienstes nach entsprechender Vorbereitungszeit.

Beerdigung
Normalerweise wenden sich die Angehörigen eines Verstorbenen an ein Bestattungsinstitut, das dann den Kontakt zu uns herstellt, wenn der Verstorbene zur Gemeinde gehört. Sie können sich aber auch parallel direkt an den Pfarrer oder das Pfarrbüro wenden. In einem Trauergespräch wird dann die Art und Weise der Bestattungsfeier und der Inhalt einer Ansprache erörtert.

Kirchenaustritt
Wenn sie vorhaben aus der Kirche auszutreten, müssen sie ihren Austritt beim Amtsgericht erklären. Wir erhalten dann, wie auch ihr Taufpfarramt, darüber eine Mitteilung und tragen dies in unsere Bücher ein. Natürlich erfahren wir nichts über ihre Beweggründe und wollen sie von uns auch nicht dazu drängen, sich zu erklären. Freilich interessiert uns schon, was sie dazu gebracht hat. Wenn sie es uns mitteilen, bewahrt uns das davor, vorschnell zu urteilen und die Schuld nicht auch bei uns zu suchen.

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